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NATHAN - Ein Ring ist ein Ring ist ein Ring

Uraufführung
Von Thomas Richter, Regie: Dora Schneider
Frei nach “Nathan der Weise” von G.E. Lessing

Wiederaufnahme 9./ 10./ 11. Jänner 2018

Theater an der Gumpendorfer Straße
Gumpendorfer Straße 67
1060 Wien

Tel: +43 / 1 / 586 52 22

www.dastag.at

“Ein wirklich eleganter Theaterabend.” WIENER ZEITUNG

Gesellschaft, wie hast du’s mit der Religion? Politik, wie hast du’s mit der Toleranz? Durch den realen und herbeigeredeten Kampf der Kulturen werden wir tagtäglich gefordert, unsere eigenen Werte neu zu überprüfen. Organisationen wie der Islamische Staat, christliche Fundamentalisten oder jüdische Siedler sind für die Politik eine immense Herausforderung und zerstören bisher als selbstverständlich angenommene Regelwerke.

Alte und neue Mythen werden gegeneinander in Stellung gebracht, um politisches und militärisches Handeln zu rechtfertigen. Globalisierung und Freihandel stehen in einem krassen Widerspruch zur Reaktion der nationalen Volks- und Glaubensgemeinschaften. Die Auflösung dieser Gegensätze scheint unmöglich. Toleranz – das letzte Mittel. Aber ist Toleranz überhaupt eine taugliche politische Kategorie oder wiederum bloß Mittel hegemonialer Raison?

Dieser Frage stellt sich Thomas Richter und hat sich das Paradestück über den Toleranzbegriff schlechthin, Lessings „Nathan der Weise“, als Grundlage für eine heutige Sicht auf diesen etwas schwammigen Begriff gewählt. Sein NATHAN verblüfft durch eine völlig neue Herangehensweise an dieses alte Thema und macht dabei auch noch höllischen Spaß. Der kluge Text wird von Dora Schneider einfallsreich in Szene gesetzt. Ein höchst brisanter Abend mit Tiefgang und Humor.

 

 

Mein ziemlich seltsamer Freund Walter

Stück für junge Menschen von Sibylle Berg

Österreichische Erstaufführung
Regie: Dora Schneider
Premiere: 08.03.2018

www.stadttheater-klagenfurt.at

Lisa ist acht, kann aus Altmetall Computer löten und sucht mithilfe eines Programms im Weltraum nach außerirdischem Leben. Aus gutem Grund, denn ihr Leben auf Erden ist, seit ihre Eltern ihre Jobs verloren haben, sehr unerfreulich.  Gemeinsames gibt es nicht mehr. Eines Abends landet tatsächlich ein Raumschiff im Wald hinter Lisas Siedlung. Als die außerirdische Reisegruppe überstürzt wieder abreist, bleibt einer von ihnen zurück: Klakalnamanazdt, von Lisa kurz Walter genannt. Auf Walters Planeten wird vor allem gekuschelt, gespielt und aufeinander aufgepasst; Lisas Alltag gefällt ihm ganz und gar nicht – und so macht er sich daran, in ihrem Leben aufzuräumen …

Das erste Kinderstück der bekannten Autorin ist ein eindringlicher, feinsinniger Text über Freundschaft und über kleine Schritte in schwieriger Lage. Weit entfernt von verlogener Selbstermächtigungsprosa gibt Sibylle Berg ihrer Heldin die  Möglichkeit, längst nicht alles, aber doch manches eigenständig zu verändern.

Empfohlen ab 8 Jahren